Prozessmanagement (engl. Business Process Management, BPM) beschäftigt sich mit der Identifikation, Gestaltung, Dokumentation, Implementierung, Steuerung und Verbesserung von Geschäftsprozessen. Ganzheitliche Ansätze des Geschäftsprozessmanagements adressieren technische Fragestellungen und organisatorische Aspekte, wie die strategische Ausrichtung, die Organisationskultur (vgl. Kaizen und KVP) sowie die Einbindung und Führung von Prozessbeteiligten.

Prozessmanagement: Methoden-Übersicht

Über die Jahre hinweg haben, ergibt sich eine Palette nützlicher Methoden, die Sie bei der Umsetzung von erfolgreichem Prozessmanagement unterstützen:

  • Lean Management: Das Weglassen von Verschwendungen und unnötigen Schritten im Prozessmanagement, um die Effizienz zu steigern.
  • KAIZEN-Methode: Hierzulande auch unter KVP bekannt, umfasst das systematische Optimieren einzelner Prozesse
  • Business Process Reengineering: Geschäftsprozesse werden radikal neu gedacht und stehen im Gegenzug zur Prozessoptimierung, bei dem im iterativen Prozess kleine Verbesserungen vollzogen werden.

Rollen im Prozessmanagement

Prozessmanagement ist Team-Arbeit! Es verteilt sich demnach auf verschiedene Rollen und Verantwortlichkeiten. Nur eine klare Verteilung von Rollen im Prozessmanagement ermöglicht es Prozesse und Methoden nachhaltig im Unternehmen zu verankern.

Dabei ist jeder Rolle eine definierte Rollenbeschreibung zuzuordnen und verbindlich festzuhalten. Die Rollenbeschreibung beinhaltet drei wesentliche Punkte (Aufgaben, Kompetenzen und Fähigkeiten der zuständigen Person) und es werden drei Arten von Prozessrollen unterschieden: Ausführende Rollen, beratende Rollen und Führende Rollen.

Zudem verfolgt die Rolleneinteilung im Prozessmanagement diese zwei Ziele:

  1. Die Führung von Prozessen in Ihrem Unternehmen soll gesichert sein
  2. Das Ausführen (oder Leben) der Prozesse soll realisiert werden

Ziele des Prozessmanagements im Unternehmen

Grundsätzlich geht es im BPM darum, die vorhandenen Informationen im Unternehmen bestmöglich zu nutzen und die eigene Wertschöpfungskette so effizient als möglich zu gestalten. Mit Hilfe von Prozessmanagement schaffen sie nicht nur eine schnellere und kostengünstigere, sondern zeitgleich eine kundenorientierte Produktion.

Prozessmanagement – weitere Teilziele:

  • Effizienzsteigerung der eigenen Wertschöpfungskette
  • Qualitätssteigerung
  • Mehr Flexibilität und Reaktionsmöglichkeit auf sich ändernde Märkte
  • Kostenreduktion

Im Rahmen des Prozessmanagements nimmt insbesondere das Prozesscontrolling eine zentrale Bedeutung ein und hat sich ein Unternehmen zur Einführung und aktive Umsetzung der Prozessorientierung entschieden, so sind die verfügbaren Methoden intelligent einzusetzen, um durch Prozessoptimierung eine Steigerung von Effizienz und Effektivität zu erreichen.


Siehe auch:


Dokumente und Downloads:

  • keine Dokumente zum Download verfügbar.

Literatur: 


Quellen und Einzelnachweise:

  • Grundkurs Geschäftsprozessmanagement, Gadatsch (2012), S. 1f.

Weblinks:


Wissendatenbank-Partner und Autoren:

Autoren:

  • Michael Durst (Xing-Profil)
  • Sascha Hertkorn
  • Christopher Eischer
  • Nico Schweisser