Das Total Quality Management (TQM) ist ein prozessbezogener Managementansatz mit der Fokussierung auf Qualität. Es baut auf dem von William Edwards Deming erstellten Qualitätsmanagement auf. Toyota, als japanisches Unternehmen mit vielen technischen Funktionen, übernahm schon früh Demings Thesen übernommen und die Kriterien operationalisiert. Nach ihm ist auch der Deming-Preis benannt, welcher an Unternehmen mit besonderen Erfolgen im TQM verliehen wird.

Höchste Kundenzufriedenheit, die vorher nicht immer im Fokus stand, liefert die Basis für das Wachstum des Umsatzes. Voraussetzung dafür ist die ganzheitliche Ausrichtung der Unternehmensphilosophie auf eine absolute Kundenorientierung. Das Prinzip nach Deming beruht auf kontinuierliche Verbesserung. Den Bereich Qualitätsmanagement in Organisationen mit hohen Zielen sollten ebenso hohe Qualitätsanforderungen (DIN, EN, ISO 9004) auszeichnen.

Einer der wichtigsten Prinzipien des Total Quality Managements ist, dass Qualität kein Ziel ist. Sie ist viel mehr ein Prozess, der nie zu Ende geht. Der Erfolg der neuen Management-Philosophie hängt maßgeblich von diesem Kerngedanken ab. Die EFQM ist eine Organisation, die sich dafür einsetzt, Qualitätsmanagementsysteme nach dem EFQM-Modell anzuwenden.

Einführung des TQM-Konzept:

  • Vorbereitungsphase – Analyse der Unternehmens, Erarbeitung und Kommunikation von Zielen.
  • Einführungs- und Etablierungsphase – Entwicklung und Rollout von Maßnahmen, Ständige Überprüfung.
  • Reifephase – Verfeinerung und Optimierung aller Prozesse, TQM-Controlling.

Umfassendes Qualitätsmanagement setzt voraus, dass das Unternehmen bzw. dessen Führung gewillt ist, fortlaufende Optimierung anzustreben. Es muss Klarheit darüber bestehen, dass sich nur durch fortlaufende und nachhaltige Verbesserung die Erfolge des TQM entfalten lassen.

Die Vor- und Nachteile des Total Quality Managements

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der Implementierung des TQM um eine weitreichende Veränderung im unternehmen. So ein Schritt muss wohl überlegt sein, wobei die nachfolgende Auflistung der Vor- und Nachteile helfen soll:

Vorteile

  • unternehmensweite Fokussierung auf die Steigerung der Qualität
  • effizientere Gestaltung von Kosten und Nutzen
  • Verringerung der Fälle von Störungen
  • allgemeine Verbesserung der Performance im gesamten Unternehmen

Nachteile

  • Veränderung der Unternehmenskultur als aufwändige Veränderung
  • Konfliktpotenzial bei Mitarbeitern, die mit dem Schritt nicht einverstanden sind
  • das strenge Umsetzen der Regeln setzt einen gewissen Kontrollaufwand voraus

Bei dem Total Quality Management handelt es sich um einen aufwendigen Schritt, der zweifellos viel Einsatz verlangt. Langfristig kann hierdurch aber, bei disziplinierter Einhaltung der Regeln, der Erfolg eines Unternehmens bedeutend gesteigert werden.

Siehe auch:

Dokumente und Downloads:

  • keine Dokumente zum Download verfügbar.

Literatur: 

  • Literatur Radar 2018

Quellen und Einzelnachweise

  • Top 100 Management Tools – Das wichtigste Buch eines Managers, Schawel C., Billing F., S. 188 f.

Weblinks:

Wissendatenbank-Partner und Autoren:

Autoren:

  • Michael Durst (Xing-Profil)
  • Sascha Hertkorn
  • Christopher Eischer
  • Nico Schweisser