Der PDCA-Zyklus (auch Deming-Kreis oder Deming-Zyklus) bezeichnet ein grundlegendes Konzept im kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Es dient der Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen sowie bei der Fehler-Ursache-Analyse. Der PDCA-Kreis besteht aus den vier sich wiederholenden Phasen: Plan-Do-Check-Act (dt. Planen – Umsetzen – Überprüfen – Handeln). 

Die Geschichte hinter dem PDCA-Zyklus

In den 1930er Jahren entwickelte der amerikanische Physiker Walter Andrew Shewhart an einem Modell zur Qualitätsverbesserung in einem Werk von Western Electric. Der sogenannte Shewhart-Zyklus (Shewhart-Cycle) wurde dann vom Wirtschaftsberater William Edwards Deming weiterentwickelt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war dieser im Kommando von General McArthur verantwortlich für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Japans.

Um seine Vorstellung einer Verbesserung schaffenden Organisation transparent aufzuzeigen (und nebenbei eine einheitliche Grundhaltung bei den japanischen Managern zu schaffen), nutzte er den PDCA-Kreis. Der PDCA-Zyklus ermöglichte so – frei von falschem Nationalstolz und unbelastet von der westlichen Mahnkultur – den raschen wirtschaftlichen Wiederaufstieg Japans.

Die einzelnen Schritte des PDCA-Modells

Die vier Phasen des PDCA-Zyklus haben im Modell jeweils ihren festen Platz und lauten:

  1. PLAN (Analyse/Planen/Ziele formulieren): Analyse der aktuellen und gewünschten Situation. Verbesserungspotentiale werden identifiziert und Maßnahmen entwickelt, die zur Erreichung des Ziel-Zustandes beitragen sollen.
  2. DO (Tun/Durchführen): Die geplanten Maßnahmen werden während der Do-Phase in den jeweils betroffenen Bereichen umgesetzt bzw. pilotartig eingeführt.
  3. Check Phase (Überprüfen/Soll-Ist-Vergleich): Die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen wird hinsichtlich der Zielsetzung überprüft und ausgewertet (Ziel erreicht?).
  4. Act (Aktion/Reagieren/Verbessern): In der letzten Phase werden auf Basis der Überprüfung die Maßnahmen im positiven Fall als Standard definiert. Sind die Verbesserungen nicht nachweisbar oder noch nicht ausreichend, so bilden die umgesetzten Maßnahmen den Ausgangspunkt für ein erneutes Durchlaufen des Zyklus.

Der PDSA-Kreis

Angelehnt an den Demingkreis gibt es auch noch den sogenannten PDSA Cycle. Im Gegensatz zu PDCA wird hierbei statt dem Unterpunkt “Check” durch “Study” ersetzt (Plan-Do-Study-Act, PDSA). Diese Abwandlung geht auf Deming selbst zurück. Dieser sah in PDCA eine missverstandene Variation seiner Idee. Er lehnte den Begriff „Check“ ab. Es geht ihm eben nicht darum, durch einen rückwärtsgewandten Soll-Ist-Abgleich zu prüfen, ob die angestrebten Ziele erreicht wurden, um gegebenenfalls notwendige Korrekturen vorzunehmen. 

Vorteile des PDCA-Kreises

Der wesentliche Vorteil der PDCA-Methode ist wohl die einfache Anwendbarkeit. Das Vorgehen hinsichtlich der spezifischen Aufgaben und Problemstellungen kann nahezu uneingeschränkt angepasst werden. Mit den Schritten Plan, Do, Check und Act bleibt dennoch ein solides Gerüst bestehen.

Weitere Vorteile:

  • Benötigt wenig Anleitung auf Grund des einfachen Aufbaus
  • Die kreisförmige Konzeption ermöglicht ständige Verbesserung
  • Durch den iterativen Ansatz lässt der PDCA-Zyklus Kontrolle und Analyse zu

Nachteile des PDCA-Kreises

Der große Vorteil des Demingkreises ist gleichzeitig auch ein wesentlicher Nachteil: Schnelle Problemlösungen lassen sich mit Hilfe des PDCA-Zyklus nicht umsetzen.

Nachteile auf einen Blick:

  • Unklare Definition der einzelnen Schritte kann zu falschem Einsatz führen
  • Verbesserungen im Unternehmen müssen langfristig gedacht sein
  • Eher ein reaktiver Ansatz, statt proaktiv

Fazit

Um eine nachhaltige Optimierung des Qualitätsmanagements im Unternehmen zu etablieren, ist die kontinuierliche Verbesserung anhand des PDCA-Zyklus unabdingbar. Voraussetzung hierfür ist, dass die Führungsebene eine konsequente Qualitätspolitik verfolgt und dies auch an die Mitarbeiter weitergibt.

Siehe auch:

Dokumente und Downloads:

  • keine Dokumente zum Download verfügbar.

Literatur: 

  • Literatur Radar 2018

Quellen und Einzelnachweise

Weblinks:

Wissendatenbank-Partner und Autoren:

Autoren:

  • Michael Durst (Xing-Profil)
  • Sascha Hertkorn
  • Christopher Eischer
  • Nico Schweisser